Christoph Frick

Siedlung

Fotoinstallation anlässlich der Ausstellung ›Nachbarschaft‹,
Städtische Galerie Ravensburg, 2002
Siedlung
Die Ingredienzien des Individuellen sind jedenfalls schnell ausgemacht: Zäune in Staketen-, Rauten-, und Wellenform, Hecken schmal und breit, tief und hoch, Höfe geteert oder gepflastert, Fassaden verkleidet oder pur, Fenster in Alu, Kunststoff oder Holz, Türen und Tore in mannigfacher Viel- und Einfalt, Balkone, Veranden und Markisen in buntester Form, Dächer gehoben, verzogen und mit als Fenster getarnten Luken versehen. Dazuhin die Hausfarbe, in der Mehrzahl weiß, teilweise aber auch changierend zwischen blassgelb und giftgrün. Christoph Frick kommentiert diesen Befund nicht, und schon gar nicht denunziert er ihn. Er stellt dem Betrachter lediglich seine Wahrnehmung zur Disposition. Eine Wahrnehmung allerdings von grundsätzlicher Bedeutung, weil sie nicht nur aufzeigt, wie die visuelle und plastische Konformität um sich greift, sondern weil sie die Konformität zugleich als fatalen, geradezu unausweichlichen Kehrwert einer unstillbaren Sehnsucht nach Individualität begreift.

Prof. Dr. Thomas Knubben, Katalogbeitrag, ›Unter deutschen Dächern‹
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Ausstellungsaufbau
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Katalog
›Bilder und Spiegelbilder‹, 2002
Siedlung
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An der Ausstellung beteiligte Kindergärten

Atlantis, Ludwisgburg
Schönblick, Aichtal
Stauffenbergstraße, Ostfildern
St. Gallus, Rheinfelden-Warmbach
St. Anna, Rheinfelden
Waldorfkindergarten, Rheinfelden-Nollingen
Zellerstraße, Stuttgart
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