Christoph Frick

Der Koffer
Ein prägendes Bild von »Afrika«
Der Koffer
Der Koffer und sein Inhalt stammen von Heinrich Stahl,
Missionar der Basler Mission in Kamerun, 1901–1913
Einmal im Jahr durfte Christoph Frick als Kind unterm gewölbten Bühnendach des großelterlichen Schwarzwaldhauses einen durch Wachsdecken geschützten Koffer öffnen. Unter Hochspannung schaute er auf all die fremden Utensilien, großmütterliche Geschichten verbanden sich mit Löwenkrallen, Sägefischen, Masken … Die beigelegten Stereofotografien in ihrer effektvollen Räumlichkeit erhöhten die Faszination vom fremden »Afrika«.
Der Koffer
Durch diese persönliche Erfahrung geprägt, interessierte er sich später für die völkerkundlichen Sammlungen in Basel und Stuttgart. Erstaunt war er über die gemeinsamen Wurzeln und Quellen. Die Vermittlung der Fremde ging scheinbar über wenige Personen und deren Organisationen.

Die Holzkiste mit ihren Objekten aus Kamerun schaut Christoph Frick heute als »Medienkoffer« an. Um ihn herum gibt es Fotografien aus drei unterschiedlichen Zeitebenen:
1904
Stereofotografien, Heinrich Stahl
Der Koffer
Der Koffer
1937
Schwarz-Weiß-Papierabzüge, Fotoalbum, Heinrich Stahl
Der Koffer
Der Koffer
Der Koffer
Der Koffer
1972
Dias, Helene Frick
Der Koffer
Der Koffer
Im Rahmen der Ausstellung ›Unverwirklichte Projekte‹ im Württembergischer Kunstverein 2008 stellte Christoph Frick im Dialog mit Dr. Tobias Wall Fragen zur Aneignung von Fremdheit durch (koloniale) »Bilder«.
Der Koffer